RADioAKTIV Racing beim 12h-Rennen in Schnaittach

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Das 12h-Rennen in Schnaittach zog dieses Jahr wieder über 100 Teams an, sich der anspruchsvollen Strecke zu stellen. Drei RADioAKTIV-Teams und ein „Fremdfahrer“ waren bei der gelungenen Veranstaltung in sehr familiärer Atmosphäre am Start.

Vor Beginn fuhr das Feld eine Runde durch die Schnaittacher Altstadt (Verkehrsabsicherung wird überbewertet…)
Die Strecke führte vom Schnaittacher Schwimmbad über die Autobahnbrücke in den dahinterliegenden Wald und machte dort eine Schleife. Immerhin gab es einige flowige Trails – so mancher OTV-Cup-Veranstalter könnte sich hier noch so einiges abschauen. So gab es auch Passagen, die diverse motorisch minderbegabte Fahrer nicht fahren wollten, konnten oder bei denen sie sich gepflegt den Waldboden aus allernächster Nähe anschauten.

Dani Pachl startete kurzfristig beim Kyocera Factory Racing Team. Seine dortigen Kameraden waren eher der Gaudi halber unterwegs und leistungsmäßig weit hinter dem mehrmaligen Gewinner der OTV-Hobbyklasse aus Pegnitz. Dani fuhr Runde um Runde konstante Zeiten, dies verhinderte aber nicht, dass in der Endabrechnung nur Platz 22 von 31 Teams erreicht wurde.

Claudio und Caro – vereinsintern als Favoriten auf einen Podestplatz gehandelt – gingen in der 2er-Mixed-Wertung an den Start. Insbesondere Caro zeigte ihre momentan starke Form und so fanden die beiden sich in der ersten Zwischenwertung auf Platz 2 wieder. Nach einigen Stunden bekam Claudio allerdings seinen forschen Rennbeginn zu spüren. Nach und nach verloren beide an Zeit und rutschten auf Rang drei – mit einer Runde Vorsprung auf Platz vier. Da Claudio nach zwei Dritteln der Rennzeit allerdings starke Magenkrämpfe bekam, musste das Team – immernoch auf dem erhofften Podestplatz liegend – das Rennen beenden. Das sollte nicht der einzige vereinsinterne Ausfall an diesem Tag sein.

Reinhold Heindl – die Unvernunft in Person (Anmerkung des Autors) – bestritt nach eineinhalbjähriger Wettkampfpause erstmals wieder ein Rennen. Drei Wochen vor dem Rennen war er seit langer Zeit erstmals wieder überhaupt auf dem Rad gesessen. 
Zum Einstieg nahm er sich gleich die 12 Stunden als Einzelstarter vor – kaum jemand glaubte daran, dass er das Rennen durchhalten würde. Er machte jedoch alles richtig, ging das Rennen zurückhaltend an und erreichte am Ende – obwohl er alle paar Runden zum Luft „nachtanken“ in die Boxengasse musste – Platz 7 von 13 Fahrern. Glückwunsch zu dieser tollen und nicht für möglich gehaltenen Leistung!

Ebenfalls als Einzelfahrer startete Stefan Pickelmann. Trotz zweiwöchiger Zwangspause vor dem Rennen war er bis in die Haarspitzen motiviert, den Angriff auf das „Stockerl“ zu starten. So machte er gleich von Anfang an Tempo – bis zu seinem ersten Plattfuß in Runde 2. Um die Runde werten zu lassen, rannte er mit seinem Rad 4 Kilometer bis zur Wechselzone, wechselte das Rad und fuhr weiter. In Runde 4 folgte dann Plattfuß #2 – die Moral ging schon etwas in den Keller, da er sich auf dem letzten Platz wiederfand. Seine Aufholjagd fand in Runde acht ein jähes Ende, als ein Speichenriss alle Bemühungen, zumindest noch ins Mittelfeld zu fahren , zunichte machte. Sein Fazit:“ Mal bist du der Hund und mal der Baum – ich war heute der Baum.“

Alles in allem war die Veranstaltung sehr gelungen, herzlicher Dank geht vor allem auch an alle Teambetreuer, Cherry, Anna, Kiwi (besonders auch für die individuelle Moderation die selbst hartgesottene BikerINNEN verzweifeln ließ), Panzen, Andrea für das Massageangebot und Armin für das gemeinsame Fahrerlager mit Kyocera.
Nächstes Jahr greifen wir wieder an!

 

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