Rennradmarathon in Vorarlberg

High 1

Highlander mit Hitzerekord – RADioAKTIVe am Start

Im österreichischen Hohenems findet seit 40 Jahren die Tour „Rund um Vorarlberg“ statt. Seit zehn Jahren wird die Rennradveranstaltung durch eine längere Version, den „Highlander“ ergänzt. „Vorarlberg von der härtesten und seiner schönsten Seite“, so der Veranstalter über die 187 km und 4040 Höhenmeter. Zwei Rennradler aus Pegnitz nahmen am vergangenen Sonntag teil und können das bestätigen.

Der Start beginnt in Hohenems, südlich von Dornbirn und mitten im Rheintal. Um 7 Uhr hatten Volker Friedrich und Michael Neuner schon vor dem Start unglaublich Durst. Der Wasserbedarf stieg am ersten Anstieg, dem „Bödele“ stark an – und das große Schwitzen begann. Da rächte es sich, dass es bei der ganzen Tour nie über 1.800 m ging – und so nie kühl wurde.
Der Bödele ist das Tor zur Landschaft: Nach Abfahrt ging es in den wunderschönen Bregenzerwald. Über den Hochtannberg und den Flexenpass führt die Strecke nach Bludenz Richtung Faschinajoch.

Das Faschinajoch (1.513 m) verbindet das Große Walsertal und den Bregenzerwald. An diesem Anstieg kämpften Friedrich und Neuner besonders mit den hohen Temperaturen. „Der einfache Teil is etz vorbei“ meinte an der Verpflegung vorher noch ein einheimischer Helfer. „Do geht´s nur noch nauf.“ Recht sollt er haben.

Sehr sonnige, 14 Prozent steile Rampen und einige Kehren kosteten nach rund 130 km etliche Körner und viel Wasservorrat. Einige andere der 1.300 Teilnehmer verzweifelten schon und versuchten zu Fuß die Passhöhe zu erreichen – oder den nächsten Schatten. Ein Tunnel kurz vor dem letzten Anstieg spendete nur kurz eine willkommene Abkühlung. Kurz hinab nach Damüls und dann wieder hoch, insgesamt sechs Mal, diesmal zum Furkajoch. Das war schließlich der letzte Pass vor einer langen Abfahrt zurück ins Rheintal.

Mit einer Nettofahrzeit von unter acht Stunden waren die RADioAKTIVen dennoch sehr zufrieden. Parallel kürte der österreichische Radsportverband seine Landesmeister im Rennradmarathon. Der Sieger blieb deutlich unter sechs Stunden und durfte sich die Nationalhymne anhören. Ein Italienischer Ex-Profi war noch schneller – Christian Barchi überquerte nach 5:29 h die Ziellinie. Tja, ein Unterschied sollte da ja schon sein.
Und für Friedrich und Neuner galt: Ein Bilderbuch-Vorarlberg erleben, wie es schöner wohl nicht sein könnte. Vielleicht etwas kühler 😉

Mehr zum Highlander unter www.highlander-radmarathon.at

 

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